Wissenschaftliche Auszeichnungen und Preise in den Materialwissenschaften

Wissenschaftliche Auszeichnungen spielen in den Materialwissenschaften eine zentrale Rolle für die Anerkennung herausragender Forschungsleistungen, die Sichtbarkeit von Personen und Arbeitsgruppen sowie die strategische Karriereentwicklung. Unter den Sammelbegriff „Award“ fallen z. B. Posterpreise, Konferenzpreise (etwa „Best Poster Award“ oder „Best Presentation Award“), themenspezifische Industriepreise wie der Struers‑Preis sowie hochrangige Wissenschaftspreise von Fachgesellschaften und Stiftungen.

Auf Konferenzen dienen Awards häufig der Würdigung exzellenter Beiträge zu aktuellen Forschungsfragen, z. B. innovativen Charakterisierungsmethoden, neuartigen Werkstoffkonzepten oder fortschrittlichen Modellierungsansätzen. Posterpreise und Best‑Poster‑Awards bewerten typischerweise wissenschaftliche Originalität, methodische Qualität, Dateninterpretation und die Klarheit der Darstellung.

Große Wissenschaftspreise im Fachgebiet gehen oftmals über ein Einzelprojekt hinaus und honorieren ein konsistentes wissenschaftliches Profil, Einfluss auf die Community (z. B. Standardisierung von Prüfmethoden) und nachhaltige Wirkung in Industrie oder Gesellschaft. Die Vergabe erfolgt in der Regel nach einem Begutachtungsprozess durch Fachgremien, um Transparenz, Vergleichbarkeit und wissenschaftliche Exzellenz sicherzustellen.

Auszeichnungen fungieren zudem als Instrument der Nachwuchsförderung. Sie erhöhen die Sichtbarkeit junger Forschender, erleichtern den Zugang zu Netzwerken und können als Qualitätsindikator bei Berufungen und Förderanträgen wirken. Gleichzeitig reflektiert die Ausgestaltung von Awards (z. B. Kriterien, Juryzusammensetzung, Diversitätsaspekte) die Werte und Prioritäten der materialwissenschaftlichen Gemeinschaft.

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