Der Begriff Service im Kontext der Werkstofftechnik beschreibt immaterielle Leistungen, die den Lebenszyklus von Werkstoffen, Bauteilen oder werkstoffbezogenen Informationen unterstützen. Im Gegensatz zu Produkten (z.B. Proben, Halbzeuge, Komponenten) handelt es sich bei Services um wiederholbare, standardisierte oder kundenspezifische Tätigkeiten mit definiertem Qualitätsniveau.
Zentrale Kategorien sind: Analytik- und Prüfdienstleistungen (z.B. mechanische Prüfungen, Gefügeanalyse, Korrosionsuntersuchungen), Entwicklungsservices (werkstofftechnische Beratung, Werkstoff- und Prozessoptimierung, Versagensanalytik) sowie Experimentelle Dienstleistungen („Experimente als Dienstleistung“), bei denen Labore Prüfstände, Spezialgeräte und methodische Expertise externen Partnern anbieten.
Informationsdienste umfassen strukturierte Bereitstellung, Kuratierung und Auswertung werkstoffbezogener Daten, Normen, Kennwerte und Simulationsmodelle, häufig über digitale Plattformen. Dazu gehören auch datengetriebene Services wie Werkstoffdatenbanken, Lebensdauermodelle oder KI-gestützte Werkstoffauswahl.
Ein weiterer Bereich ist die Servicetechnik, also Installation, Kalibrierung, Wartung und Instandhaltung von Prüf- und Prozessanlagen, inklusive Rückführbarkeit auf Normen. Für wissenschaftliche Anwender sind klare Service-Spezifikationen (Normen, Unsicherheiten, Nachweis der Rückführbarkeit), transparente Methodenbeschreibungen und reproduzierbare Ergebnisse essenziell, um externe Services valide in Forschung, Entwicklung und Qualitätssicherung integrieren zu können.
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