Feuchtigkeit in Werkstoffen

Feuchtigkeit spielt eine entscheidende Rolle in der Werkstofftechnik. In vielen Materialien, insbesondere in porösen Werkstoffen wie Beton, Holz oder Keramik, kann der Feuchtigkeitsgehalt maßgeblich die mechanischen und chemischen Eigenschaften beeinflussen. Ein zu hoher Feuchtigkeitsanteil kann zu Korrosion, Ausdehnungen oder Rissen führen und damit die Lebensdauer und Leistungsfähigkeit eines Bauteils erheblich beeinträchtigen.

In der Praxis wird oftmals der Feuchtigkeitsgehalt als wichtige Kenngröße verwendet, um das Verhalten von Werkstoffen unter realen Einsatzbedingungen zu bewerten. Bei Metallen kann Feuchtigkeit in Kombination mit Sauerstoff und korrosiven Stoffen, wie Salzen, zu elektrochemischen Reaktionen führen, die die Korrosionsrate erhöhen. Auch bei Kunststoffen und Verbundwerkstoffen kann Wassereinwirkung das Material schwächen und zu Delaminationen oder Versprödung beitragen.

Zudem gibt es spezielle Prüfverfahren und Messmethoden, um den Feuchtigkeitsgehalt zu bestimmen und Ferneinflüsse zu simulieren. Die Untersuchung von Feuchtigkeitsauswirkungen ist daher ein wesentlicher Bestandteil der Materialentwicklung und -sicherung, um die Langlebigkeit und Zuverlässigkeit der Bauteile zu gewährleisten.

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