Die Fluoreszenz beschreibt den physikalischen Prozess, bei dem ein Material Licht absorbiert und in einen angeregten Zustand übergeht. Beim Rückkehr in den Grundzustand wird die überschüssige Energie als Licht emittiert. Dieses Phänomen, das vor allem bei UV- und sichtbarer Bestrahlung beobachtet wird, stellt ein wichtiges Analysewerkzeug dar.
Grundprinzip: Absorbiertes Licht hebt Elektronen in höhere Energiezustände. Beim Entspannen in den Grundzustand wird Energie in Form von fotonischer Emission freigesetzt, wobei sich die Emissionswellenlänge vom Absorptionssignal unterscheiden kann.
In der Werkstoffanalyse ermöglichen Fluoreszenzmethoden detaillierte Einblicke in die Zusammensetzung und Struktur von Materialien. Verfahren wie die Röntgen-Fluoreszenz bieten eine berührungslose Elementanalyse, während die Upconversion-Fluoreszenz durch die Konversion niederenergetischer Strahlung in höherfrequente Emissionen spannende Anwendungen in der Licht- und Sensortechnologie eröffnet. Ferner liefert die Mikro-Röntgenfluoreszenz wichtige Informationen zur Mikrostruktur und Verteilung von Elementen in Werkstoffen.
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