DGM aktuell
01.06.2010
DGM AKTUELL 2010, 12, No. 06

DGM-Mitgliederbefragung – Studie bestätigt hohe Mitgliederzufriedenheit

Zwischen Dezember 2009 und Januar 2010 waren die Mitglieder der DGM aufgerufen, sich an einer Umfrage zur Zufriedenheit mit den Leistungen und der Arbeit ihres Verbandes zu beteiligen. Die Befragung verfolgte zwei Ziele: Erstens sollte sie das aktuelle Leistungsspektrum der DGM auf den Prüfstand stellen und Möglichkeiten für Erweiterungen und Verbesserungen aufzeigen. Zweitens sollte ein Meinungsbild zu geplanten strategischen Maßnahmen, wie z.B. der Einrichtung von Ortsgruppen, eingeholt werden.

An der Befragung nahmen insgesamt 423 Mitglieder im Alter zwischen 20 und 86 Jahren teil. Die Stichprobe umfasste Vertreter aus Wissenschaft, Forschung und Industrie und stellte einen repräsentativen Querschnitt der DGM-Mitgliederstruktur dar. Die Untersuchung gliederte sich in Fragen zum wahrgenommenen Profil der DGM, zu konkreten Leistungsangeboten und zu persönlichen Einstellungen gegenüber der DGM mit Blick auf geplante strategische Maßnahmen.

Ergebnisse zur Mitgliederzufriedenheit:
Hinsichtlich des Profils der DGM maßen die Befragten dem wissenschaftlichen Austausch mit anderen Mitgliedern bzw. dem Kontakt zur wissenschaftlichen Community einen besonderen Stellenwert bei. Besonders jüngere Mitglieder bis 35 Jahre sahen darin ein zentrales Argument für eine Mitgliedschaft in der DGM. Gleichzeitig fand die Aussage, dass die DGM den wissenschaftlichen Austausch im Fachgebiet fördert, eine über alle Alters- und Tätigkeitsgruppen hohe Zustimmung. In ähnlich hohem Maße wird der DGM bestätigt, Kompetenzen aus Forschung und Industrie zu bündeln sowie Forschung und Entwicklung im Fachgebiet zu fördern. Verbesserungspotenziale sahen die Befragten vor allem hinsichtlich der Nachwuchsförderung sowie der Effektivität des DGM-Netzwerks.

Die Befragten schätzten die DGM als überaus erfahrenen und kompetenten Fachverband der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik ein. Die befragten Mitglieder bescheinigten der DGM ein sehr hohes Maß an Zuverlässigkeit, Vertrauenswürdigkeit und Reputation. Vor allem das Ansehen der DGM in der Wissenschaft wurde sehr hoch beurteilt. Die Kommunikation mit der DGM wurde als überaus positiv eingeschätzt, vor allem hinsichtlich der Verlässlichkeit von Informationen, ihrer Verständlichkeit sowie der Freundlichkeit und Höflichkeit der Mitarbeiter.

Bewertung der DGM-Leistungen:
Die Einschätzung konkreter Leistungsangebote erbrachte sehr gute Bewertungen für DGM-Tagungen und Fortbildungsveranstaltungen, gefolgt von der Bewertung der Zeitschriften sowie der Aktivitäten der Fachausschüsse. Besonders Befragte aus Wissenschaft und Forschung vergaben für diese Leistungen sehr gute Noten. Als ausbaufähig erwies sich dagegen das Angebot an Online-Medien und an Datenbanken mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Insbesondere wünschten sich die Befragten deutlich mehr online verfügbare Informationen zu DGM-Veranstaltungen (wie z.B. Tagungen, Fortbildungen oder Fachausschusssitzungen) sowie zum Angebot an Zeitschriften und Publikationen.

Tagungen und Veranstaltungen:
Betrachtet man die Bewertung der DGM-Tagungen im Detail, so zeigt sich eine hohe Zufriedenheit der Befragten mit der Themenbreite, der generellen Organisation und mit der Kompetenz und Freundlichkeit des Organisationsteams. Auch die inhaltliche Qualität sowie die Informationsversorgung im Vorfeld der Veranstaltungen wurden als gut bewertet. Das Preis-Leistungsverhältnis erreichte dagegen ein „befriedigend“.

Strategische Maßnahmen:
Schließlich wurden die Befragten um ihre Meinung zu zwei wichtigen strategischen Entscheidungen gebeten: Zum einen handelte es sich um die geplante Einrichtung von Ortsgruppen, um die Präsenz der DGM auf regionaler Ebene, an Hochschulen und weiteren Einrichtungen zu stärken. Zum anderen stellte die Umfrage eine eventuelle Umbenennung der DGM in Anpassung an die aktuelle Bezeichnung des Fachgebiets zur Diskussion.

Die Einrichtung von Ortsgruppen stieß auf eine hohe Zustimmung, mehr als zwei Drittel der Befragten schätzten diese Maßnahme als nützlich oder sogar sehr nützlich ein. Fast 50 Prozent der Befragten äußerten zudem ihre Bereitschaft, an der Einrichtung von DGM-Ortsgruppen mitzuwirken.

Ergebnisse zur Namensänderung:
Hinsichtlich einer möglichen Namensänderung ergab sich ein eher differenziertes Stimmungsbild. Eine deutliche Mehrheit von ca. 67 Prozent der Befragungsteilnehmer bewertete den Namen „Deutsche Gesellschaft für Materialkunde“ als zeitgemäß. Dieser Einschätzung folgten vor allem Vertreter der Industrie. Nur etwa 15 % aller Befragten empfanden die Namensgebung als eher unzeitgemäß. In dieser Gruppe waren Vertreter aus Wissenschaft und Forschung deutlich mehr vertreten. Einer Umbenennung der DGM – unter Beibehaltung des Logos – stimmten weniger als 30 % der Befragten uneingeschränkt zu. Etwa 35 % nahmen eine neutrale Position ein, fast 30 % lehnten eine Umbenennung ausdrücklich ab.

Fazit:
Zusammenfassend demonstriert die Studie eine starke Position der DGM als wissenschaftlich-technischer Fachverband. Für die weitere strategische Arbeit stellt die Untersuchung einen wichtigen Baustein dar, indem sie wertvolle Stärken identifiziert, aber auch auf Ansatzpunkte für Verbesserungen und Weiterentwicklungen hinweist. Die Untersuchungsergebnisse wurden im April im Vorstand der DGM ausführlich diskutiert.

Dr. Anja Geigenmüller
TU Bergakademie Freiberg

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