DGM aktuell
01.09.2010
DGM AKTUELL 2010, 12, No. 09

„Wofür braucht man eigentlich eine Fachgesellschaft wie die der DGM?“

Unter diesem Motto stand der DGM-Tag 2010 in Darmstadt. Die Antwort gab die sehr gut besuchte Veranstaltung gleich selber. Denn die DGM präsentierte sich als starke Interessensvertretung ihrer Mitglieder – und damit als Garant für eine kontinuierliche inhaltliche, strukturelle und personelle Weiterentwicklung des Fachgebiets der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik.

Es bleibt dabei: In den über 70 Fachausschüssen und Arbeitskreisen der DGM, an denen sich jährlich mehr als 2500 Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft beteiligen, werden wichtige Impulse für innovative Produkte und neue wissenschaftliche Fragestellungen gegeben. Und auch der Nachwuchs hat hier häufig seinen ersten großen Auftritt und wird nicht selten für eine Karriere in Wissenschaft und Industrie entdeckt – eine Karriere, für die man sich nicht zuletzt auch auf der MSE-Konferenz in Darmstadt Anregungen holen konnte, die 2010 unter dem Motto „Young Researchers meet Professionals“ stand.

Gerade diese fokussierte und nachhaltige Nachwuchsförderung war der DGM auch 2010 besonders wichtig und das buchstäblich von „Kindesbeinen“ an. So gelang es unter anderem, die vom BMBF finanzierte Wanderausstellung „Forschungsexpedition ins Land der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik“ ins Alfried Krupp Schülerlabor in Bochum als eigenständiges Projekt zu integrieren, die nun jährlich über 7000 Schülerinnen und Schüler besuchen können – und das mit eigens entwickelten Unterrichtsmaterialien und einer speziellen Fortbildung ab 2011, die auch das Bewusstsein der Lehrerinnen und Lehrer für unser Fachgebiet schulen will. Aber auch im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit ist 2010 viel passiert. So führte gleich der erste DGM-Strategieworkshop zum Thema „Intelligente Werkstoffe“ zu einer BMBF-Bekanntmachung mit dem selben Titel. Damit wurde deutlich, dass die DGM durch überzeugende Impulsvorträge aus Wissenschaft und Industrie die Geldgeber von BMBF und DFG für neue Förderschwerpunkte begeistern kann.

Und: Natürlich wird die DGM auch in Zukunft, als eine ihrer Kernaufgaben, professionell Tagungen organisieren und dabei die Qualität der Beiträge und die Zufriedenheit der Besucher gleichermaßen ins Zentrum stellen. Als einer von Deutschlands größten Fortbildungsanbietern auf dem Gebiet der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik wird sie weiter ihren Beitrag zum Wissenstransfer zwischen den Hochschulen und der Industrie leisten. Denn auch und gerade der Technologiestandort Deutschland – und damit letztlich der Wohlstand unserer Gesellschaft – liegt der DGM am Herzen.

Das sind nur einige der sehr vielen guten Gründe, die eine Fachgesellschaft wie die DGM für die Materialwissenschaft und Werkstofftechnik unverzichtbar machen. Damit dieses Netzwerk auch in Zukunft so exzellent funktionieren kann wie bisher, brauchen wir viele junge Menschen, denen die Notwendigkeit der DGM näher gebracht und verdeutlicht wird. Denn: Wer sich in jungen Jahren in unseren Gremien engagiert, dem stehen alle beruflichen Perspektiven offen. Hier wären wir für die Unterstützung unserer Professorinnen und Professoren dankbar, die am besten über die Vorteile einer DGM-Mitgliedschaft berichten können. Schwer sollte dies eigentlich nicht sein!

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen viel Freude bei der Lektüre.

Ihr
Dr.-Ing. Frank O.R. Fischer
Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der DGM

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