
Liebe Freunde und Mitglieder der DGM,
in dieser Ausgabe darf ich als neuer Vorsitzender der DGM das Wort an Sie richten, um mich kurz vorzustellen und einige Gedanken mit Ihnen zu teilen, welche Aufgaben und Herausforderungen vor der DGM und vor mir als ein enger Begleiter dieser traditionsreichen Gesellschaft stehen.
Eine gute Tradition ist es, dass sich als Vorsitzende Industrie- und Wissenschaftsvertreter in zweijährigem Turnus abwechseln. Meinem Vorgänger, Prof. Dr. Wolfgang Kaysser, danke ich für seine Arbeit in diesem Amt. Er setzte gemeinsam mit dem Vorstand der DGM, und vorrangig mit dem Geschäftsführer Dr. Frank O.R. Fischer, die Modernisierung der DGM fort.
Die Förderung und Integration der Absolventen materialkundlicher Studiengänge durch die DGM und in der DGM greifen ebenso wie die Schaffung einer neuen Mitgliedschaft – der Basismitgliedschaft – und neuer Beitragsstrukturen. Die DGM wurde stets solide geführt und überstand die Wirtschaftskrise 2008/2009 gut – darauf gilt es aufzubauen.
Als Industrievertreter ist es meine Aufgabe, in dem Unternehmen, in dem ich tätig bin, für die Weiterentwicklung von Werkstoffen, aber auch für die großtechnische Produktion und Weiterverarbeitung dieser Werkstoffe Sorge zu tragen. Eine meiner Hauptaufgaben in der DGM wird sehr verwandt zu meinem beruflichen Alltag sein. Den Transfer von wissenschaftlichen Entwicklungen, Innovationen und Inventionen in die Industrie kann die DGM begleiten. Dieser Prozess sollte intensiviert werden. Jedes Entwicklungsergebnis benötigt einen Umsetzer, um aus neuen Erkenntnissen Wertschöpfung zu generieren.
Die Bankenkrise der letzten Jahre, die längst noch nicht überstanden ist, verdeutlichte uns allen, wie wichtig es für eine Volkswirtschaft ist, Wertschöpfung im eigenen Lande zu leisten. Diese Erkenntnis wird Rückenwind für die DGM und die Industrie erzeugen. Wir müssen die Segel nun richtig setzen, um noch mehr Fahrt aufzunehmen.
Die Intensivierung des Wissenstransfers erfolgt in hervorragender Weise auch über die Fachausschüsse und die angegliederten Arbeitskreise. Wie kommen die Anregungen gerade der Fachausschüsse, die einen starken Industriebezug haben, zurück als gemeinsame Aufgabenstellung für Entwicklungsaufgaben? Wie kann die Vernetzung der Fachausschüsse, die sich mit wissenschaftlichen Fragestellungen befassen, von den Anwendern verstärkt werden? Erst durch diese Rückkopplungen entstünden geschlossenere Informations- und Aktivitätskreise.
Den Mehrwert durch die Mitgliedschaft in der DGM für Unternehmen möchte ich herausarbeiten und so versuchen, weitere Firmen als Mitglieder zu werben. Alle diese Aktivitäten stärken das Markenzeichen „DGM“. Das Markenzeichen „MSE“ wird sich durch die konsequente Weiterführung unserer Konzepte stärken. Die Vorbereitungen für die MSE 2012 laufen bereits intensiv.
Auf die Aufgaben der kommenden zwei Jahre freue ich mich und auf die intensive Zusammenarbeit mit dem DGM-Team in der Geschäftsstelle. Die Motivation und das Engagement dieses Teams sind für die DGM essentiell wichtig.
Glückauf,
Ulrich Hartmann
Vorsitzender der DGM
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