
Materialwissenschaften und Werkstofftechnik in Dresden: Ein Zentrum für Innovationen
Materialwissenschaften und Werkstofftechnik sind eine zentrale Disziplin für innovative, technische Entwicklungen, die den Wirtschaftsstandort Deutschland maßgeblich beeinflussen. Gerade in einer Zeit, in der sowohl ökonomische als auch ökologische Herausforderungen den globalen Wettbewerb der technischen Neuerungen bestimmen, müssen Schlüsselindustrien wie Automobil- und Maschinenbau, Mikroelektronik und Energietechnik auf ein zuverlässiges Netzwerk aus Forschung, Technologietransfer und Wirtschaftsförderung zugreifen können.
Der Hochschul- und Forschungsstandort Dresden in Sachsen würdigt diesen Anspruch in ganz besonderem Maße. In Dresdner Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen arbeiten zurzeit ca. 2000 Materialwissenschaftler. Davon sind mehr als 100 Wissenschaftler mit der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde als Mitglied verbunden. Auch einige Dresdner Firmen engagieren sich bewusst im Netzwerk der DGM. Mit der Gründung des „Regionalforums Dresden“ im Rahmen des DGM-Tags 2011 sollen die persönlichen Vernetzungen sowie die Interaktionen zwischen Unternehmen, Forschung und Lehre weiter ausgebaut werden.
Die materialwissenschaftlichen Einrichtungen der TU Dresden sind am Standort ein zentraler Pfeiler in Forschung und Nachwuchsförderung. An je drei Leibniz- und Max-Planck-Instituten, an 12 Fraunhofer-Instituten und am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf können Wissenschaftler auf Laborinfrastrukturen zugreifen, die international zu den Besten und Innovativsten gehören. Der wissenschaftliche Austausch der Institutionen untereinander wird mit Kompetenzclustern und übergreifenden Professuren gewährleistet. Diese erfolgreiche, universitäre und außeruniversitäre Zusammenarbeit verschiedener relevanter Disziplinen ist der Garant für ein entwicklungsfreudiges Forschungsklima. Dies drückt sich auch im „European Centre for Emerging Materials and Processes“ (ECEMP) aus, der Dresdner Plattform für interdisziplinäre Materialforschung. Eine auf fachliche Kooperation angelegte gemeinnützige Vereinigung ist der „Materialforschungsverbund Dresden (MFD) e.V.“. Mit DRESDEN-concept ist ein Verbund der TU Dresden und Partnern aus Wissenschaft und Kultur entstanden, mit dem Ziel, die Exzellenz der Dresdener Forschung sichtbar zu machen.
Viele national und international ausgezeichnete Wissenschaftler garantieren die Bedeutung des Standorts Dresden als weltweit bedeutsames Kompetenzzentrum im Bereich Materialwissenschaften und den angrenzenden Ingenieur- und Naturwissenschaften.
Die materialwissenschaftlichen Forschungseinrichtungen in Dresden freuen sich, den DGM-Tag 2011 im Juni in ihrer Mitte begrüßen zu dürfen.
Prof. Dr.-Ing. Jürgen Eckert
Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden
Prof. Dr.-Ing. Bernd Kieback
Technische Universität Dresden
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