
Wege zur Energieeffizienz
Liebe DGM-Mitglieder,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
die Verbesserung der Energieeffizienz stellt eine der wichtigsten aktuellen Herausforderungen dar, da sowohl die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit als auch der Umweltschutz unmittelbar betroffen sind. Neben der Erschließung regenerativer Energieträger bietet die Verbesserung der Effizienz etablierter Hochtemperatur-Prozesse ein immenses Potential, da etwa 85 % der anthropogenen CO2-Emissionen in Folge derartiger Prozesse in den Bereichen Energiewandlung, Industrie und Verkehr entstehen.
Zielstellungen wie die Erhöhung des Wirkungsgrades, die Verlängerung der Lebensdauer und die Verbesserung der Umweltverträglichkeit von Hochtemperatur-Systemen setzen Sensoren voraus, die erhöhten Anforderungen an Stabilität, Sensitivität und Selektivität genügen. Insbesondere bei Temperaturen oberhalb von 350 °C kommt es zum Versagen konventioneller Sensoren, wenn die eingesetzten Materialien oder Sensorprinzipien ungeeignet sind. Zusätzlich steigt der Kostendruck bei peripheren Systemkomponenten wie Sensoren, da die zunehmende Dezentralisierung im Energiesektor zu kleineren Anlagen führt.
Den genannten Zielen hat sich der Fachaus-schuss Hochtemperatur-Sensorik durch die Entwicklung neuer Sensorkonzepte und -materialien verschrieben. Letzteres motiviert die Ansiedlung des Fachausschusses in der DGM, deren Netzwerk vor dem Hintergrund der zu lösenden Materialprobleme hervorragende Anknüpfungspunkte bietet.
Konkrete Aktivitäten spiegeln sich in Arbeitskreisen wie Resonante Sensoren und Hochtemperaturstabile Mikro- und Nanomaterialien wider. Gleichzeitig besteht innerhalb des Fachausschusses eine enge Verknüpfung von Industrie- und Hochschulpartnern, so dass bedarfsgerecht geforscht und entwickelt werden kann. Wir sehen immer dann gute Erfolgschancen, wenn frühzeitig Systemaspekte berücksichtigt werden und in-situ auf die Zielgrößen zugegriffen wird. Neben Forschern, die auf die Belange der Industrie eingehen, wünschen wir uns Firmen, die den Mut zur Neugestaltung von Prozessabläufen aufbringen, und eine entsprechende förderungspolitische Unterstützung.
Derzeit gehören dem im Februar 2009 gegründeten Fachaus-schuss etwa 40 Mitglieder an. Durch die Organisation des MSE-Symposiums „High-Temperature Sensors“ und einer sehr gut besuchten DGM-Fortbildung im Februar 2012 wurden bzw. werden die Aktivitäten des Fachausschusses in die Öffentlichkeit getragen. Detaillierte Informationen zu Zielen, Mitgliedern und weiteren Veranstaltungen sind unter http://www.hochtemperatursensorik.tu-clausthal.de/ zu finden.
Nicht zuletzt möchte ich der DGM und insbesondere Herrn Dr. Fischer für die tatkräftige Einbindung in das DGM-Netzwerk danken und Sie als potentielle Unterstützer oder Nutzer unseres Weges zu einer höheren Energieeffizienz einladen, an den Treffen des Fachaus-schusses teilzunehmen.
Mit herzlichen Grüßen,
Ihr
Prof. Dr. Holger Fritze
Technische Universität Clausthal
Leiter des DGM-Fachausschusses Hochtemperatur-Sensorik
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