
Liebe Freunde und Mitglieder der DGM,
die Reduzierung der Treibhausgase und des Rohstoffverbrauchs ist eine der größten Herausforderungen der Zeit. Sollen Lösungen für eine nachhaltigere Zukunft gefunden werden, wird Interdisziplinarität in der Forschung und Entwicklung unerlässlich. Ein Lösungsansatz zur Einsparung fossiler Brennstoffe ist neben effizienteren Prozessen und intelligentem Design die Nutzung von Leichtbauwerkstoffen.
Die Leichtmetalle Aluminium, Magnesium, Titan und ihre Legierungen begegnen uns überall im Alltag. Mit ihrer Hilfe können wir fliegen, energieeffizienter Auto, Schiff und Bahn fahren; in Zahn- und Hüftgelenkimplantaten oder Stents lassen sie uns gesünder leben; aufgrund ihrer Recyclingfähigkeit sorgen sie für eine nachhaltige Ressourcenschonung. Die neue internationale DGM-Tagung „LightMAT“ (3. bis 5. September 2013 in Bremen) widmet sich daher allen drei Leichtbauwerkstoffen und ihre Legierungen zugleich. Ziel ist es, werkstoffübergreifend Potentiale und Grenzen der jeweiligen Werkstoffklassen zu diskutieren, neueste Forschungs- und Entwicklungstrends darzustellen und zukünftige Bedarfe zu identifizieren. Mit Prof. Dr. Karl Ulrich Kainer (Helmholtz-Zentrum Geesthacht), Prof. Dr.-Ing. Jürgen Hirsch (Hydro Aluminium Rolled Products) und Prof. Dr. Christoph Leyens (Technische Universität Dresden) hat die DGM die drei Koryphäen der jeweiligen Leichtbauwerkstoffe als Tagungsvorsitzende gewonnen.
Die Veranstaltung gewährt einen breiten Überblick über die Eigenschaften der Leichtmetalle und das weite Spektrum ihres Einsatzes etwa bei modernen Transportsystemen, in der Energiebranche, dem Bauwesen und der Medizintechnik. Neben den werkstofforientierten Grundlagen werden die spezifischen Produktanforderungen intensiv beleuchtet und aufgezeigt, wie diese mit den konventionellen Leichtmetallen sowie neuartigen Multimateriallösungen realisiert werden können. Themen sind auch die Herstellungsprozesse der Leichtmetalle sowie deren Markt- und Einsatzpotenziale. Die Tagung spricht damit Industrie und Forschung gleichermaßen an und bezieht auch deren Nachwuchs mit ein.
Die malerische Hansestadt Bremen mit ihrer historischen Altstadt ist für die LightMAT 2013 ein idealer Veranstaltungsort, weist er doch nicht nur eine traditionsreiche Nähe zur Schiffsindustrie auf. Mit Airbus und einem Mercedes Benz-Werk sind direkt zwei große Produktionsstandorte in Bremen ansässig, die von Leichtmetallen abhängig sind. Die Universität zählt nicht nur zu den besten Universitäten Deutschlands, sondern kann mit der Stiftung Institut für Werkstofftechnik (IWT), dem Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) und dem Bremer Institut für angewandte Strahltechnik (BIAS) direkt drei große Institute vorweisen mit Bezug zur Materialwissenschaft und Werkstofftechnik.
Wir freuen uns auf eine aufschlussreiche Auftakttagung mit großartigen Tagungsvorsitzenden und spannenden Keynote-Rednern!
Ihr
Dr.-Ing. Frank O.R. Fischer
Geschäftsführendes DGM-Vorstandsmitglied
Informationen zur Tagung finden Sie unter:
www.dgm.de/lightmat
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