DGM aktuell
01.09.1991
DGM Aktuell 1991 09

Im Mittelpunkt der kommenden Hauptversammlung stehen die jüngsten Entwicklungen zum Thema Hochtemperatur-Werkstoffe und deren Verarbeitung.

Im Rahmen dieses Schwerpunktes werden sich die Fachausschüsse wieder in besonderem Maße an der Programmgestaltung beteiligen, und zwar auf den Gebieten Intermetallische Verbindungen, Titanwerkstoffe, Keramische Strukturwerkstoffe, Konstitution sowie Verarbeitungs-Technologien.

Die vorliegende Ausgabe umfasst 80 Seiten, das ist seit der ersten Ausgabe im März 1990 mit 16 Seiten eine beachtliche Steigerung. Schon beim letzten Heft sind einige Stimmen laut geworden, die das als zu umfangreich anmahnen. Ist das Heft zu dick geworden?

DGM-AKTUELL berichtet über unser Gesellschaftsleben: über Veranstaltungen, Einrichtungen, Termine, Personalien. Es erstaunt mich immer wieder, wie viel Berichtenswertes sich übers Jahr ereignet. Da DGM-AKTUELL nur drei bis viermal im Jahr erscheint, fallen pro Ausgabe deshalb viele Informationen an. Außerdem ist die fachliche Bandbreite der Gesellschaft inzwischen sehr ausgedehnt, so dass naturgemäß nicht jeden jedes interessieren kann. Deshalb muss ich Ihnen, liebe Leser, eine Auswahl Ihrer Lektüre zumuten. Das ist aber bei jedem Magazin so.

Ein wachsender Anteil des Heftes dient ja übrigens gar nicht der Lektüre, sondern als Nachschlagewerk für Personalien und Termine, auch zu DGM-fremden Veranstaltungen. Kann dieser „Service-Teil“ überhaupt umfangreich genug sein?

Wie in den Vorjahren sind auch Beiträge zu allgemein-werkstoffkundlichen Themen der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik sehr willkommen.

Die Tagungsankündigungen sollen die Handzettel, die wir gewöhnlich verschicken, ergänzen, möglichst sogar ersetzen und damit Druck- und Versandkosten sparen helfen. Bei der diesjährigen Hauptversammlung hat es sich bereits gezeigt: Der Abdruck einer Programmkurzfassung in DGM-AKTUELL hat die kostspielige Verteilung eines vollständigen Programmheftes an alle Mitglieder voll und ganz ersetzt. Übrigens finden Sie, liebe Mitglieder, die Einladung zur Vortragsanmeldung für die Hauptversammlung 1992 in Hamburg hier gleich nebenan.

Der Programmausschuss bittet um Anmeldung von Beiträgen in Form von Kurzvorträgen, 15 Minuten Vortrag und fünf Minuten Diskussion, oder Posterbeiträgen bis zum 13. Dezember 1991. Die Anmeldung erfolgt auf einem Formblatt, das bei der DGM-Geschäftsstelle angefordert werden kann.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch auf die Datenerhebung eingehen, zu der wir Ihnen im Januar einen Fragebogen zu Ihrer fachlichen und beruflichen Einordnung zugeschickt haben. Auch diese Maßnahme soll letztlich helfen, die Papierflut einzudämmen, die Sie täglich überschwemmt und uns hohe Druck- und Portokosten beschert. Der Rücklauf von rund 60 Prozent gilt unter Datenerhebern schon als Riesenerfolg. Trotzdem würde ich mir, auch und gerade in Ihrem Interesse, liebe Mitglieder, wünschen, dass eine Quote von 100 Prozent erreicht wird. Schicken Sie den Erhebungsbogen gleich heute noch weg. Falls Sie ihn verlegt haben, genügt ein Anruf in der Geschäftsstelle.

Noch ein Wort zur Mitgliederinformation: Wir hatten letztes Jahr geplant, eine Selbstdarstellungsbroschüre der DGM herauszubringen. Neben den allgemeinen Informationen zur Zielsetzung und den Aufgaben sollte die Broschüre auch alle Fachausschüsse beziehungsweise Arbeitskreise behandeln. Nachdem die Berichte zu den Fachausschüssen etwas zögerlich eingehen, ziehe ich es vor, die Fachausschüsse zunächst nacheinander in DGM-AKTUELL vorzustellen. In diesem Heft fangen wir mit den Fachausschüssen Walzen und Texturen an. Ich hoffe, dass dadurch weitere Fachausschüsse zur Selbstdarstellung stimuliert werden. Irgendwann wird dann doch noch eine Broschüre daraus. Den allgemeinen Teil werden wir unabhängig davon in Kürze herausbringen.

Breiten Raum nehmen in diesem Heft auch wieder Informationen zur Forschungsförderung und zu Forschungsinstitutionen ein, in diesem Fall zum Engagement der Fraunhofer Gesellschaft in den Neuen Bundesländern. Diese Texte begegnen Ihnen, liebe Mitglieder, sicher auch in anderen Veröffentlichungsorganen. Dennoch schien mir die Wiedergabe hier wichtig, damit sich der gute Kontakt der Gesellschaft mit den Institutionen auch in dieser Form manifestiert. Den Vertretern und Beauftragten der Institutionen bin ich sehr dankbar dafür, dass sie uns mit diesen Informationen aus erster Hand versorgen und zur frühzeitigen Veröffentlichung autorisieren.

Von den Ereignissen in unserer Dachgesellschaft, der Federation of European Materials Societies, erfahren Sie demnächst ausführlich in einer neuen Ausgabe der f.e.m.s. news. Sie wird insbesondere auf die diesjährige EUROMAT und die Mitgliederversammlung in Cambridge eingehen. So viel sei aber hier bereits mitgeteilt: Für die Amtszeit 1992/1993 ist Prof. Kostorz zum Präsidenten der f.e.m.s. gewählt worden und tritt damit am 1. Januar 1992 die Nachfolge von Dr. Lallement aus Paris an. In seine Amtszeit fällt unter anderem die JUNIOR EUROMAT, die wir zusammen mit dem Schweizerischen Verband für die Materialtechnik im August 1992 in Lausanne veranstalten. Als erste Information dazu haben wir in dieser Ausgabe bei den Tagungsankündigungen den gerade fertiggestellten Flyer abgedruckt. Im gleichen Stil gibt es auch ein Plakat im Format A2, das wir demnächst allen Universitätsinstituten zur Veröffentlichung anbieten. Auch die Vorbereitungen für die nächste große EUROMAT 1993 in Paris sind angelaufen. Die f.e.m.s. hat übrigens jetzt 15 Mitgliedsgesellschaften, nachdem die Mitgliederversammlung in Cambridge eine tschechoslowakische und eine ungarische Gesellschaft als Vollmitglied aufgenommen hat.

Im nächsten Heft hoffe ich, Ihnen insbesondere über die Gründungsversammlung des Kuratoriums berichten zu können. Auf jeden Fall werden wir dann auf die Metallographie-Tagung, die Alli-Tagung, das Symposium Verstärkung keramischer Werkstoffe und vor allem den DGM-Tag zurückblicken können.

Ich wünsche Ihnen eine informationsreiche und gleichwohl angenehme Lektüre.

Ihr
Peter Paul Schepp

© 2026