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06.10.2016
Gefügeausbildung in der ersten Lage von austenitischen Plattierungen auf un- und niedriglegierten Stählen
G. Posch, M. Panzenböck, J. Tösch, and S. Pölzl
Kurzfassung

Bauteilkomponenten im chemischen Anlagenbau kommen oft in Berührung mit korrosiven Medien. Um diesen korrosiven Belastungen stand zu halten, werden im Falle von oxidierenden Medien häufig austenitische rostfreie Stähle erfolgreich eingesetzt. Diese Stähle haben allerdings verglichen mit un- und niedriglegierten Stählen zwei wesentliche Nachteile: neben dem höheren Preis ist auch die Werkstoffkenngröße für die Auslegung der Bauteile, die Streckgrenze, niedriger. Dadurch werden größere Querschnitte benötigt und damit verbunden wieder mehr Stahl. Als wirtschaftlicher Kompromiss bietet sich ein Verbund von un- bzw. niedriglegiertem Stahl als Trägerwerkstoff und einer dünnen Schicht aus hochlegiertem Stahl, einer sogenannten Plattierung an. Der ferritische Stahl gewährleistet dabei die hohen Festigkeiten, die austenitische Plattierung die notwendige Korrosionsbeständigkeit. Die Herstellung von plattierten Stählen geschieht dabei hauptsächlich durch Aufwalzen von hochlegiertem Blech auf dem unlegierten Trägerwerkstoff oder auch durch Aufschweißprozesse.

Dieser Beitrag setzt sich mit schweißtechnisch hergestellten, einlagigen Plattierungen und den metallurgischen Vorgängen dieser ferritisch/austenitischen („schwarz/weiß“)-Verbindungen auseinander.

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G. Posch, M. Panzenböck, J. Tösch, and S. Pölzl (2008). Gefügeausbildung in der ersten Lage von austenitischen Plattierungen auf un- und niedriglegierten Stählen. Practical Metallography: Vol. 45, No. 7, pp. 311-323. doi: 10.3139/147.100388 © Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG ISSN 0032-678X

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