| Kurzfassung |
|---|
Die Herstellung von Zink-Magnesium-Schichten erfolgte durch die Kombination von konventionellem Feuerverzinken mit einer PVD-Magnesium-Beschichtung. Durch eine anschließende, kurze Wärmebehandlungsprozedur diffundiert das Magnesium in die Zinkschicht. Der Einfluss der maximalen Temperatur der Wärmebehandlung auf die Diffusion des Magnesiums und auf die Art und Verteilung der gebildeten intermetallischen Mg-Zn-Phasen wurde im Bereich von 300 bis 400°C durch röntgenographische Phasenanalysen und metallographische Querschnitte detailliert untersucht. Mit zunehmender Temperatur wurde ein sequentieller Prozess der intermetallischen Mg-Zn-Phasenbildung nachgewiesen. Bei 300°C bildet sich zuerst eine magnesiumreiche, intermetallische MgZn2-Deckschicht, welche bei höheren Temperaturen von 335 bis 379°C durch Interdiffusion zunehmend in eine zinkreichere Schicht aus Mg2Zn11 umwandelt. Die Keimbildung der Mg2Zn11-Phase erfolgt dabei an der Grenzfläche zwischen MgZn2- und Zn-Phase. Oberhalb der peritektischen Temperatur von 381°C besteht das Gefüge aus einer Zinkmatrix in der MgZn2 dispers ausgeschieden vorliegt.
O. Zywitzki, Th. Modes, B. Scheffel, and Ch. Metzner (2012). Examination of the Mg-Zn Phase Formation in Hot-Dip Galvanized Steel Sheet. Practical Metallography: Vol. 49, No. 4, pp. 210-220. doi: 10.3139/147.110143 © Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG ISSN 0032-678X
© 2026