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28.09.2016
Thermisches Ätzen zur Bestimmung der Austenitkorngröße in kohlenstoffarmen Stählen
Christopher Pöhl, Ernst Gamsjäger, Harald Leitner, and Helmut Clemens
Kurzfassung

In der einschlägigen Literatur findet man Arbeiten, welche die Bestimmung der Austenitkorngröße nach der Methode des thermischen Ätzens beschreiben. Diese Methode wurde weiterentwickelt. Zum thermischen Ätzen wurde die Heizvorrichtung eines Bähr 805 A/D Abschreck- und Umformdilatometers mit Vakuumkammer verwendet. An den beiden Enden der Probe wurden Molybdän-Plättchen als Gettermaterial mit Hilfe eines organischen Klebstoffs befestigt. Anschließend wurde die Probe der Austenitisierungsbehandlung unterzogen. Die Verbrennung des organischen Klebstoffs in der Probenkammer senkte den vorhandenen Restsauerstoffgehalt ab, so dass die sonst an der Oberfläche der Stahlprobe stattfindende Oxidation beinahe vollständig unterbunden wurde. Auf diese Weise lassen sich die Austenitkorngrenzen kohlenstoffarmer Stähle deutlich darstellen. Die beschriebene Methode lässt sich auf Stähle eines weiten Zusammensetzungsbereiches anwenden.

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Christopher Pöhl, Ernst Gamsjäger, Harald Leitner, and Helmut Clemens (2009). Thermisches Ätzen zur Bestimmung der Austenitkorngröße in kohlenstoffarmen Stählen. Practical Metallography: Vol. 46, No. 1, pp. 9-23. doi: 10.3139/147.110001 © Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG ISSN 0032-678X

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