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01.09.2024 (CEST)
Metallographie an Haldenmaterialien aus dem Mansfelder Kupferrevier
H.-H. Cloeren , R. Haubner und S. Strobl
Die Kupferschieferlagerstätte des Mansfelder Kupferreviers wurde im 19. und 20. Jh. abgebaut. Auf den Schlackenhalden der verschiedenen Kupferhütten finden Mineraliensammler noch immer Reste der Kupferverhüttung. Ein Stück von der Schlackenhalde Krughütte besteht überwiegend aus Cu- und Fe-Sulfiden. Es könnte sich um das Zwischenprodukt Kupferstein oder Matte handeln. Die Stücke aus Hettstedt und von der August Bebel Hütte enthalten deutlich sichtbares metallisches Kupfer. Bei der Hettstedt Probe könnte es sich um ein Stück der Ofenausmauerung mit anhaftender Schlacke handeln. Es wurden Cr und Mg gefunden, was auf Chrommagnesia als Feuerfestmaterial schließen lässt. Das Stück von der August Bebel Hütte enthält bis zu 18 Gew.% Cu jedoch keinen Schwefel. Es dürfte sich um eine Fe2SiO4-Schlacke (Fayalit) mit hohem Anteil an FeO handeln. Die Anwesenheit von Sn und Zn deutet auf die Entstehung dieser Schlacke bei der Bronze- oder Messingverarbeitung.

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Cloeren, H.-H., Haubner, R. and Strobl, S.. "Metallography of tailings from the Mansfeld copper mining area" https://doi.org/10.1515/pm-2024-0057 © 2023 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston, Germany

Zeitschrift

Practical Metallography, vol. 61, no. 9-10, 2024, pp. 575-588

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