| Kurzfassung |
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In dieser Arbeit wurde die Bearbeitbarkeit von austenitischen, nichtrostenden CrNi-Stählen mit Si- und Mn-Zusätzen an Hand der Werkzeugstandzeit und des Werkzeugverschleißes im Drehvorgang ohne Kühlmittel an zwölf verschiedenen Prüfkörpern im gegossenen und im wärmebehandelten Zustand untersucht. Der Zerspanvorgang wurde mit vier verschiedenen Zerspanungsgeschwindigkeiten unter Verwendung von HSS-Schneidwerkzeugen ausgeführt, während eine Zerspanungstiefe von 1,5 mm und ein Vorschub von 0,1 mm/min konstant gehalten wurden. Es wurden die Auswirkungen von Änderungen in der Mikrostruktur in Bezug auf Beimengungselemente und Wärmebehandlungen auf den Werkzeugverschleiß und die Härte untersucht. Es war zu erkennen, dass die Bearbeitbarkeit bei sämtlichen Prüfkörpern mit den benutzten Werkzeugen nicht so gut war. Zwar nahm die Härte der Materialien, die sich im Gusszustand befanden, bei Vergrößerung des Gehalts an den Zusatzelementen Cr und Ni etwas zu, jedoch wurde die Bearbeitbarkeit dieser Materialien in Bezug auf diese Elemente weder positiv noch negativ beeinflusst. Wenn durch Wärmebehandlungen die Härte der Materialien zunahm, erhielt man die optimalen Werkzeugstandzeiten beim Bearbeiten von mit Wasser abgeschreckten Prüfkörpern. Es wurde festgestellt, dass die Zerspanungsgeschwindigkeit der die Werkzeugstandzeit am meisten beinflussende Parameter war.
Mehmet Yaz, Metin Kök, and Hüseyin Turhan (2009). Effects of Heat Treatment on the Machinability of Cr-Ni Stainless Steels with Si and Mn Additives. Practical Metallography: Vol. 46, No. 7, pp. 337-356. doi: 10.3139/147.110011 © Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG ISSN 0032-678X
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