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08.09.2016
Frettinginduzierter Bruchschaden einer Hüfttotalendoprothese aus der Titanlegierung TiAl6V4
M. Friedrich, J. Kinder, and M. Büteführ
Kurzfassung

Hüftimplantate unterliegen im Körper neben mechanischen auch korrosiven Beanspruchungen. In engen Spalten, wie den Trennfugen modularer Hüftschäfte, treten selbst bei bewährten Werkstoffen komplexe Wechselwirkungen zwischen mechanisch und korrosiv induzierten Werkstoffschädigungen auf, welche die Betriebsfestigkeit des Implantats stark beeinflussen können. Nach knapp einem Jahr Tragezeit wurde der hier vorgestellte Bruch des modularen Hüftschaftes einer körperlich wenig aktiven Patientin durch einen möglichen Montagefehler und eine diagnostizierte Lockerung mechanisch begünstigt, wobei Fretting und Korrosionsprozesse den Dauerbruch innerhalb der modularen Verbindung einleiteten. Die vorgestellte Schadensanalyse, die auf einer Studienarbeit am IMWF mit der MPA Universität Stuttgart basiert, soll die vorgefundenen Schädigungen auf verschiedenen Betrachtungsebenen mit unterschiedlichen Untersuchungsmethoden darstellen, um die Schadensursache zu ermitteln und Anhaltspunkte für die Untersuchung ähnlicher Schäden zu bieten.

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M. Friedrich, J. Kinder, and M. Büteführ (2016). Fretting Induced Fracture Damage in a Ti6Al4V Total Hip Prosthesis. Practical Metallography: Vol. 53, No. 5, pp. 295-317. doi: 10.3139/147.110391 © Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG ISSN 0032-678X

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