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25.10.2016 (CEST)
Effekte des Laserumschmelzens auf das Gefüge und die Härte von Grauguss mit Lamellen- und mit Kugelgraphit
Gunter Benkißer, Michael Pohl, and Christian Heßing
Kurzfassung

Im vorliegenden Bericht werden die Effekte des Laserstrahlumschmelzens auf das Gefüge und die Härte von Grauguss mit Lamellen- und mit Kugelgraphit dargestellt. Zum Umschmelzen der Randschicht dient ein cw CO2-Laser mit einer nominellen Strahlleistung von 4,5 KW. Die Strahlformung erfolgt mit einem Strahlintegrator, der auf der Probenoberfläche einen quadratischen Brennfleck mit einer Kantenlänge von 9 mm erzeugt. Aus den hergestellten Laserspuren werden für die metallographischen Untersuchungen und Härtemessungen Querproben entnommen. Infolge des Selbstabschreckens der aufgeschmolzenen Randschicht durch den kalten Grundwerkstoff erfolgen die Erstarrung der Schmelze und die Phasenumwandlungen im festen Zustand unter Ungleichgewichtsbedingungen. Folglich bilden sich in der feinkörnigen Umschmelzzone metastabile Phasen mit erhöhter Härte: Zementit, Restaustenit, Martensit. An die Umschmelzzone schließt sich die Wärmeeinflusszone an, deren Gefüge durch die erreichte Spitzentemperatur und die beschleunigte Abkühlung bestimmt ist. Durch das Laserstrahlumschmelzen ergibt sich eine beträchtliche Aufhärtung der Randschicht, die man auf die Kornfeinung des Gefüges und die harten, metastabilen Phasen in der laserbehandelten Randschicht zurückführen kann.

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Gunter Benkißer, Michael Pohl, and Christian Heßing (2006). Effekte des Laserumschmelzens auf das Gefüge und die Härte von Grauguss mit Lamellen- und mit Kugelgraphit. Practical Metallography: Vol. 43, No. 8, pp. 381-395. doi: 10.3139/147.100309 © Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG ISSN 0032-678X

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