| Kurzfassung |
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Behandelt wird die mikrostrukturelle Charakterisierung mittels kombinierter EBSD- und Röntgenbeugungsanalyse für einen durch Walzen und Wärmebehandlung an Luft verformten kfz-Werkstoff. Die Kombination eines breiten Spektrums an Röntgenquellen und EBSD ermöglicht auf der Grundlage einer sorgfältigen Analyse der Röntgenpeakverbreiterung die Ableitung einiger zwischen mikrostrukturellen Parametern bestehenden Korrelationen. Die Kombination beider Techniken sorgt für ein tieferes Verständnis der anisotropen Ansammlung von Versetzungsanordnungen in rostfreiem Stahl F 138. Aus der Anisotropie ergibt sich eine geringere Peakbreite für in der Walzebene enthaltene Kristallorientierungen mit [110]-Ebenen, die auch als Folge einer geringeren Einlagerung an Versetzungen erklärt werden kann. Nach der Wärmebehandlung kommt es zu einer Umkehrung des Effekts und die zuvor wenig fehlorientierten Ausrichtungen richten sich einheitlicher aus und weisen eine schnellere Versetzungswanderung und -annihilation und/oder Trapping (etwa: „Einfangen“) auf.
R. E. Bolmaro, M. C. Avalos, N. S. De Vincentis, A. M. Kliauga, and H.-G. Brokmeier (2014). Assessing the Power of Electron Back Scattering Diffraction Characterization of Deformed F-138 Steel from the View Point of Crystal Diffraction. Practical Metallography: Vol. 51, No. 9, pp. 634-655. doi: 10.3139/147.110305 © Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG ISSN 0032-678X
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