PM Artikel
16.07.2020
Bauteilverlust durch Wendeschneidplattenbruch
A. Neidel, S. Riesenbeck, T. Gädicke

Der in diesem Kurzbeitrag vorgestellte Schadensfall ist einfach und von seinem werkstofftechnischen Anspruch her niedrig. Man kann also fragen, was ihn veröffentlichungswürdig macht. Der geneigte Leser wird aber feststellen, dass das makroskopische Schadensbild überraschend ist, weswegen die Fehlerart bei der ersten Bauteiluntersuchung, die zerstörungsfrei durchgeführt werden musste, falsch angegeben wurde. Es ist dies ein Beispiel für die Gefahr der Fehldeutung, die besteht, wenn der Kunde vorgibt, wie zu untersuchen ist und die alle Schadenskundler kennen. Der Fall zeigt auch, dass selbst in der Fertigungskontrolle die Nutzung des Rasterelektronenmikroskops kein Luxus ist, weil manche Schadensbilder ohne dieses Gerät, das die Bauteilschadensanalyse revolutioniert hat, nicht aufgeklärt werden können.

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© Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG ISSN 0032-678X

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