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08.09.2016 (CEST)
Mikrostrukturen und EPR-Untersuchungen an 13%igen Chromstählen nach verschiedenen Wärmebehandlungen und Einfluss von MnS auf den EPR-Test
S. Strobl, R. Haubner, and P. Linhardt
Kurzfassung

Gängige Schleifringe (rostfreier Stahl X12Cr13, Wkst. Nr. 1.4006) wiesen bei ihrer Anlieferung durch verschiedene Hersteller eine unterschiedlich ausgeprägte Neigung zu Fleckenbildung auf. Der Elektrochemische Potentiodynamische Reaktivierungstest (EPR-Test) brachte Sensibilisierung als Ursache für das mangelhafte Korrosionsverhalten hervor. Im Ausgangszustand wies der Stahl SS-1 ein Anlassgefüge und etwas Ferrit mit einer Sensibilisierung von maximal 2,7% auf; der Stahl SS-2 mit einer ferritischen Struktur und Karbiden an den Korngrenzen enthält MnS und Ti(C,N) und weist eine Sensibilisierung von ≈80% auf. Nachdem für beide Stähle mittels 30-minütigem Lösungsglühen bei 1050°C ein definierter Ausgangszustand eingestellt wurde, erfolgte eine Härtung der Stähle in Öl, Luft oder langsam im Ofen. Darüber hinaus wurden solche ölabgeschreckten Proben unter verschiedenen Bedingungen angelassen (45 bzw. 24 h bei 800 bzw. 750°C). Die Auswirkung auf die Sensibilisierung wurde mit Hilfe des EPR-Tests überprüft. Die ölabgeschreckten Proben wiesen die niedrigsten Sensibilisierungsgrade auf. Einige ungewöhnliche EPR-Ergebnisse für SS-2 konnten mit der Auflösung von MnS während des Tests in Verbindung gebracht werden.

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S. Strobl, R. Haubner, and P. Linhardt (2012). Microstructure and EPR Studies of 13% Chromium Steels after Various Heat Treatments and the Influence of MnS on the EPR Test. Practical Metallography: Vol. 49, No. 3, pp. 155-170. doi: 10.3139/147.110146 © Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG ISSN 0032-678X

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