
Bei der bronzezeitlichen Verhüttung von Kupfererzen wurden auch Fahlerze eingesetzt, welche neben Schwefel Arsen und Antimon enthalten. Deshalb findet man diese Elemente auch in bronzezeitlichen Kupfergusskuchen oder Artefakten. Um das Verhalten von Sb näher zu studieren, wurden zwei Kupferlegierungen mit 10 bzw. 30 Gew.-% Sb erschmolzen und metallographisch untersucht.
Einerseits wurden Gefüge mit Kupferdendriten und homogenen interdendritischen Bereichen gefunden, wobei diese überwiegend aus intermetallischer Phase bestehen. Andererseits schied sich bei höheren Sb Konzentrationen zuerst Cu3Sb ab, welches sich beim Abkühlen wiederum in Cu10Sb3 umwandelte. Diese Gefüge enthielten viele parallele Risse in den Kristallen. Mittels XRD wurden keine weiteren Phasen beobachtet.
Haubner, R. and Strobl, S.. "Microstructural Examinations of Copper Antimony Alloys" Practical Metallography, vol. 58, no. 10, 2021, pp. 620-629. https://doi.org/10.1515/pm-2021-0054 © 2021 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston, Germany
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