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01.09.2023 (CEST)
Metallographische Präparation eines nach der Damaszenertechnik hergestellten Verbundes aus Meteoriteneisen, Stahl, Reineisen und Nickel
S. Strobl , W. Scheiblechner und R. Haubner
Ein Verbundwerkstoff, dessen Herstellung durch Zusammenschmieden unterschiedlicher Eisenwerkstoffe und Nickel erfolgte, wurde metallographisch untersucht. Durch diese Technik, die zur Damaszenertechnik gezählt wird, werden auch sogenannte „Krise“ hergestellt. Beim Kris handelt es sich um einen traditionellen Dolch aus dem südostasiatischen Raum, vor allem Indonesien und Malaysia, wobei verschiedene Eisen- und Nickellegierungen bzw. nickelhaltiges Meteoriteneisen verarbeitet werden. Wie für Damaszenerwerkstoffe typisch, erhält man variantenreiche Muster auf den Klingen, die unterschiedliche Formen aufweisen können. Zur Herstellung einer Krisklinge wurden in Vorversuchen Bleche aus Reineisen, C10 Stahl, Meteoriteneisen und Nickel durch Schmieden feuerverschweißt, davon Proben entnommen und metallographisch untersucht. Bereits nach dem Polieren sind unterschiedliche Lagen erkennbar. Mit typischen Ätzmitteln für Stahl (Nital, Klemm) kann das Gefüge von Nickel nicht entwickelt werden. Mittels Ionenätzung konnten die Korngrenzen des Nickels entwickelt werden. Zur Verbesserung der Kontrastierung der unterschiedlichen Eisenwerkstoffgefüge wurde zusätzlich eine Anlassätzung durchgeführt. Die metallographische Untersuchung zeigt, dass durch Feuerverschweißen ein homogener Verbund zwischen den einzelnen Lagen entstanden ist.

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Strobl, S., Scheiblechner, W. and Haubner, R.. "Metallographic preparation of a composite of meteorite iron, steel, pure iron, and nickel manufactured by the Damascus technique" https://doi.org/10.1515/pm-2023-1052 © 2023 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston, Germany

Zeitschrift

Practical Metallography, vol. 60, no. 9, 2023, pp. 556-568

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