| Kurzfassung |
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Gebrochene Aufhängevorrichtungen für Betonplatten, die aus einem Baustellenunglück stammen, wurden einer Schadensanalyse unterzogen. Dabei konnte mittels fraktographischer Methoden nachgewiesen werden, dass die Aufhängungen spröde Gewaltbrüche im Bereich der Schweissnähte aufwiesen. Metallographisch konnten Aufhärtungen und Risse in der Wärmeeinflusszone nachgewiesen werden. Die rechnerische Überprüfung der Bauteile hat ergeben, dass im Baustellenbetrieb unzulässig hohe Beanspruchungen aufgrund einer ungünstigen Konstruktionsweise aufgetreten sind. Bei einem intakten Werkstoffzustand würden sich Überbelastungen durch plastische Deformationen bemerkbar machen, welche im vorliegenden Fall aufgrund der Kerbwirkung und damit verbundener mehrachsiger Spannungszustände aber in einem Sprödbruch geendet hatten. Die Untersuchung hat zum Ergebnis, dass die Konstruktion primär aufgrund eines Schweissfehlers versagt hat. Wegen falscher Werkstoffwahl kam es zu Aufhärtungen, Rissbildungen und damit verbundenen Versprödungen in den Wärmeeinflusszonen der Schweissungen.
Markus Zgraggen, Gabor Piskoty, Rolf Winkler, Samuel Trüllinger, and Oliver von Trzebiatowski (2005). Schadensanlyse an einer gebrochenen Hebevorrichtung. Practical Metallography: Vol. 42, No. 6, pp. 304-317. doi: 10.3139/147.100266 © Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG ISSN 0032-678X
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