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24.10.2016
Darstellung Verstärkter Kunststoffe mittels RE-Detektor (REM) und Mikroradiografie
Colette Bürger and Gottfried W. Ehrenstein
Kurzfassung

Zur Darstellung von Verstärkungsmitteln, deren Verteilung und Orientierung in Kunststoffen, wird sich üblicherweise der Lichtmikroskopie an Anschliffen bzw. Dünnschliffen bedient. Teilweise werden jedoch aufgrund fehlender Tiefeninformationen bzw. geringer Kontraste nur unbefriedigende Ergebnisse erhalten. Eine Alternative stellt deshalb die Darstellung im REM mittels des RE-Detektors dar. Um höhere Tiefeninformationen zur Faserorientierung zu erhalten, steht als weiteres Verfahren die Mikroradiografie zur Verfügung. Die Mikroradiografie nutzt den in der Elektronensäule des REM fokussierten Primärelektronenstrahl, um Röntgenstrahlung zu erzeugen und ausreichend dünne Präparate (bis 150 μm) zu durchstrahlen. Anhand der mikroradiografischen Bilder können z.B. Bindenähte aufgrund der Faserorientierung erkannt werden, die mittels Lichtmikroskopie bzw. REM nicht darstellbar sind.

 

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Colette Bürger and Gottfried W. Ehrenstein (2006). Darstellung Verstärkter Kunststoffe mittels RE-Detektor (REM) und Mikroradiografie. Practical Metallography: Vol. 43, No. 4, pp. 161-183. doi: 10.3139/147.100295 © Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG ISSN 0032-678X

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