Technische Universität Bergakademie Freiberg
Für die energieeffiziente Herstellung von Leichtbaukomponenten mit hoher Festigkeit und guter Umformbarkeit werden optimierte Werkstoffe benötigt. Metallische Laminate eröffnen dabei die Möglichkeit, werkstoffspezifische Eigenschaften gezielt anwendungsorientiert einzustellen. In dieser Arbeit wurden zweilagige Laminate durch Walzplattieren bei 440 °C hergestellt. Als monolithische Ausgangswerkstoffe dienten die Stähle X3CrMnNi-16-7-6 und X3CrMnNi-16-7-9, deren verbesserte mechanische Eigenschaften resoektive auf den TRIP- bzw. TWIP-Effekt zurückzuführen sind. Die Haftfestigkeit des Verbundes wird maßgeblich durch die Oberflächeneigenschaften sowie die Walzplattierparameter bestimmt.
Obwohl eine experimentelle Validierung für den zweilagigen Verbund ein wichtiger Schritt ist, wurde zur Steigerung der Haftfestigkeit zusätzlich eine Zwischenschicht aus Nickel in variierenden Foliendicken zwischen 10 und 300 µm integriert, wobei Reduktion, Walzgeschwindigkeit und Walztemperatur konstant gehalten wurden. Um das Verständnis für den Walzplattierprozess und den Haftungsaufbau weiter zu verbessern, kam zudem ein schnelles starr-plastisches, analytisches Simulationsmodell zum Einsatz, das auf den Arbeiten von Schmidtchen [1] basiert. Zur weiteren Verbesserung und Validierung der Simulation, insbesondere im Hinblick auf unterschiedliche Werkstoffe, werden weitere experimentelle Daten in laufenden Untersuchungen erhoben.
Referenzen
[1] M. Schmidtchen; Freiberger Forschungshefte, 2016, Vol. 372
Abstract
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Poster
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