Open Grid Europe GmbH
Der Wunsch mit einer einfachen Prüfung lokal technologische Kenngrößen zu bestimmen, ist wahrscheinlich so alt wie die Härteprüfung selbst. Eine Alternative zu der Härteumwertung nach DIN EN ISO 18265 ist das standardisiertes, Verfahren nach DIN SPEC 4864 . Eine quasi-statische Eindringprüfung erzeugt einen bleibenden Eindruck. Die anschließende Auswertung, welche dann folgt, ist neu. Der Eindruck wird mittels Interferometer in seiner Geometrie dreidimensional aufgenommen. Es folgt ein komplexes Berechnungsverfahren, bei welchem mittels finite Element Methode Fließkurven ermittelt und variiert werden, bis eine ausreichende Übereinstimmung zwischen theoretischem und echtem Eindruck erreicht ist. Mit den dabei zugrundeliegenden Parametern wird anschließend eine technische Spannungs-Dehnungskurve berechnet und die Vergleichskennwerte zum Zugversuch angegeben. Was im ersten Moment kompliziert und aufwändig klingt, ist in Zeiten leistungsfähiger Hard- und Software schnell und einfach auf dem Weg zur Routine.
Im vorliegenden Fall wurde untersucht ob dieses Verfahren bei verschiedenen un- bzw. niedrig legierten Stählen eine wirkliche Alternative zu einer Umwertung und zum Zugversuch darstellt. Dazu wurden die Stähle im Herstellungszustand und in einem definiert vorgedehnten Zustand geprüft. Die Ergebnisse werden vorgestellt, diskutiert und über die weitere Perspektive des Verfahrens im Labor der OGE berichtet.
Eindringprüfung nach DIN SPEC 4864:2019-11 –
Abstract
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