GWP Gesellschaft für Werkstoffprüfung mbH
Flüssigmetallinduzierte Rissbildung (bzw. Flüssigmetallinduzierte Spannungsrisskorrosion, Lotbruch oder Liquid Metal Embrittlement) ist beim Schmelztauchverzinken seit langem bekannt und dokumentiert, so dass hier bereits eine eigene VDI Richtlinie erstellt wurde (VDI 3822 Blatt 1.6:2019-06). Jedoch kommt es auch in anderen Bereichen und bei anderen Werkstoffen zu Schadensfällen aufgrund dieses Schadensmechanismus. Im Rahmen des Beitrags wird der Mechanismus erklärt, sowie zwei Beispiele aus der Praxis und die verwendeten Untersuchungsmethoden vorgestellt.
Beim ersten Schadensfall handelt es sich um die Walze einer Papiermaschine. Aufgrund der Verwendung eines falschen Werkstoffs ist es hier im Betrieb zum Schmelzen eines Auswuchtgewichts gekommen, was in der Folge zum Schaden geführt hat.
In dem zweiten Schadenfall kam es bei der Herstellung von Edelstahl-Rohrleitungen zu Kupferkontaminationen. Diese schmolzen im Rahmen der Wärmebehandlung auf. Dadurch ist es zu zahlreiche Rissbildungen gekommen, welche erst nach der Montage in einem Drucktest festgestellt wurden.
Abstract
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