Technische Universität Wien
Eisen kommt in der Natur nur äußerst selten gediegen vor, jedoch wesentlich häufiger in Form von Meteoriten, deren Fundstellen ungleichmäßig über die Erdoberfläche verteilt sind. Die archäologische Literatur berichtet von Eisenartefakten, die eindeutig vor der Eisenzeit hergestellt wurden. Bei diesen Teilen liegt die Vermutung nahe, dass Meteoriteneisen verwendet wurde, was durch analytische Messungen bestätigt werden konnte. Leider finden sich nur wenige bestätigte Teile aus Meteoriteneisen [1], wahrscheinlich sind kleinere Stücke während der Jahrtausende korrodiert.
Ein Stück Eisenmeteorit aus Argentinien mit der Bezeichnung „Champo del Cielo“ (Bild 1a) [2] wurde untersucht, um seine Verarbeitbarkeit zu Gegenständen abschätzen zu können. Dieser Meteorit wurde als grober Oktaedrit der Gruppe IA klassifiziert. RFA Analysen ergaben neben Fe auch etwa 7 Gew.% Ni. 1,5 Gew.% Co, sowie Mg, Si, Al, S und P.
Die metallische Matrix des Meteoriten besteht aus Kamacit (-(Fe,Ni) und geringen Mengen an Taenit (-(Fe,Ni). In der Matrix ist in kleineren Kristallen bis größeren Aggregaten Schreibersit (Fe, Ni, Co)3P verteilt. In manchen Bereichen wurden gehäuft Graphit, Troilit (FeS) und Olivin ((Mg,Fe)2SiO4) nachgewiesen.
Abstract
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