59. Metallographie-Tagung 2025 - Materialographie
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Schädigung einer Kortdüse eines Schiffspropellers aus AISI 316 L durch Kavitation und Untersuchung der oberflächennahen Gefügeveränderungen
RH

Prof. Dr. Roland Haubner

Technische Universität Wien

Haubner, R. (V)¹; Linhardt, P.²; Strobl, S.²; Biezma, M.V.³
¹Technische Universität Wien; ²Technische Universität Wien, Institute of Chemical Technologies and Analytics, Vienna (Austria); ³University of Cantabria, Santander (Spain)

Ein durch Kavitation stark geschädigtes Stück einer Kortdüse eines Schiffspropellers wurde für die Untersuchungen zur Verfügung gestellt (Figur 1a). Es handelt sich um den rostfreien Stahl der Qualität AISI 316 L.

An der Oberfläche ist ein Gradient von starker zur schwacher Schädigung der Oberfläche durch Kavitation zu erkennen (Figur 1a). Die Aufrauhung der Oberfläche zeigt auch ein Bild mit dem 3D-Digitalmikroskop (3D-DM) (Figur 1b).

Die Probe wurde entlang des Gradienten geschnitten, um Querschliffpräparationen durchzuführen.

Im polierten Zustand sind bereits die durch die Kavitation entstandenen Gruben gut erkennbar, von denen aus sich auch Risse in das Grundmaterial hinein erstrecken (Figur 1c).

Im geätzten Zustand sind die Verformungsspuren deutlich zu erkennen (Figur 1d). Die Menge an Verformungszwillingen nimmt von der Oberfläche Richtung Grundwerkstoff rasch ab. Bei den in den Bildern bläulich erscheinenden Bereichen, könnte es sich um Umformmartensit handeln (Figur 1d, e) [1 - 3]. Bereits qualitativ ist ein deutlicher Anstieg der Magnetisierbarkeit vom unbeeinflussten Werkstoff in Richtung der Schädigungszone festzustellen, was durch systematische Messungen belegt werden soll.

Das Grundmetall zeigt ein gleichmäßiges, austenitisches Gefüge (Figur 1f).

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