Faserinstitut Bremen e.V.
Additive Fertigungsverfahren wie das Filament Layer Manufacturing (FLM) sind in der Luftfahrtindustrie bereits weit verbreitet. Für die verwendeten Kunststoffe gibt es jedoch bisher kein Kreislaufsystem. Daher wird stets auf Neumaterial aus erdölbasierten Quellen zurückgegriffen. Dies führt dazu, dass defekte Bauteile sowie Materialreste und Stützstrukturen entsorgt werden müssen. Um die Nachhaltigkeit in der Luftfahrt voranzutreiben, muss daher an Recyclinglösungen gearbeitet werden, welche eine hohe Materialqualität gewährleisten. Darüber hinaus müssen klebstofffreie Verbindungstechniken qualifiziert werden, um ein effizientes Materialrecycling zu ermöglichen. Innovative Reparaturmethoden können die Lebensdauer von Flugzeugteilen verlängern und damit den Bedarf an ressourcenintensiver Neuproduktion reduzieren. Durch den Einsatz nachhaltiger Technologien und einer geschlossenen digitalen Prozesskette könnten die Emissionen deutlich reduziert werden. Im Verbundprojekt "TIRIKA" liegen die Forschungsaktivitäten des Faserinstitut Bremen e. V. (FIBRE) auf den Material- und Prozessuntersuchungen im 3D-Druckprozess und dem klebstofffreien Fügen. Dabei werden für amorphe Thermoplaste (z. B. PEI) die Anforderungen zur Schaffung von Materialkreisläufen identifiziert und die Prozesskette zur 3D-Druckfilamentherstellung aufgebaut. Ziel ist eine Rückführungsrate des Polymermaterials von bis zu 100 %. Darüber hinaus plant das FIBRE gemeinsam mit dem unterbeauftragten Institut für Nachhaltige Technische Systeme (INATECH), klebstofffreie Fügetechnologien zu entwickeln, welche den Einsatz metallischer Verbindungselemente reduzieren und damit das Gewicht der Strukturen deutlich verringern.
Abstract
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