Dehnratensensitivität beschreibt die Abhängigkeit der Fließspannung oder Verfestigung von der Dehnrate. Ein positiver Sensitivitätskoeffizient führt häufig zu erhöhter Gleichmaßdehnung und Stabilisierung der Umformung, während negative Werte Lokalisierung und adiabatische Scherbänder begünstigen. In der Werkstoffwissenschaft ist sie entscheidend für Crashverhalten, Hochgeschwindigkeitsumformung, Kriechprozesse und superplastische Verformung und wird durch Mikrostruktur, Temperatur und Mechanismen wie Versetzungsbewegung bestimmt.
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