Biegefestigkeit ist die maximale Spannungsbelastung, die ein Werkstoff im Biegeversuch bis zum Versagen erträgt. Sie wird aus der Spannungsverteilung im Querschnitt, meist im Drei‑ oder Vierpunktbiegeversuch, unter Annahme linearer Elastizität oder mit Bruchkriterien bestimmt. In spröden Keramiken und Faserverbunden ist sie stark fehler- und probendimensionsabhängig. Sie charakterisiert das Zusammenspiel von Zug‑/Druckfestigkeit, Porosität, Rissinitiation und ‑ausbreitung unter quasistatischer Last.
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