Versetzungsdichte

Versetzungsdichte bezeichnet die Gesamtlänge von Versetzungslinien pro Volumeneinheit eines Kristalls und ist ein zentrales Maß für den Gitterfehlergehalt. Hohe Versetzungsdichten erhöhen typischerweise die Streckgrenze durch Behinderung der Versetzungsbewegung (Kaltverfestigung), beeinflussen jedoch auch Kriechverhalten, Erholung und Diffusion. Sie wird mittels Röntgenbeugung, Ätzgrübchenanalyse oder Transmissionselektronenmikroskopie bestimmt. In der Werkstofftechnik wird die Versetzungsdichte durch Umformung, Wärmebehandlung und Strahlenschädigung gezielt eingestellt.

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