Abkühlprozess bezeichnet die zeitabhängige Temperaturabnahme eines Werkstoffs nach thermischer Behandlung oder Schmelzzustand. Abkühlrate und Temperaturgradient bestimmen Phasenumwandlungen, Keimbildung, Wachstum, Eigenspannungen und Defektbildung. In Metallen steuert er Martensitbildung, Ausscheidungen und Korngröße; in Gläsern und Polymeren beeinflusst er Kristallinität und Restspannungen. Gesteuerte Abkühlung (Abschrecken, Anlassen) ist zentral für die Einstellung gezielter Gefügeeigenschaften.
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