Festkörper-Dewetting bezeichnet das spontane Zurückziehen dünner, bereits erstarrter Filmschichten auf einem Substrat in isolierte Inseln, getrieben durch Minimierung der Gesamtoberflächen- und Grenzflächenenergie. Es erfolgt über Lochbildung, Risswachstum und Retraktion der Filmkanten, gesteuert durch Diffusion und Grenzflächenmobilität. In der Werkstoffwissenschaft wird es sowohl als Degradationsmechanismus dünner Schichten als auch gezielt zur Erzeugung geordneter Nanopartikelstrukturen genutzt.
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