Gitterverzerrung bezeichnet lokale Abweichungen idealer Atompositionen im Kristallgitter, verursacht etwa durch Substitutions- und Zwischengitteratome, Versetzungen oder thermische Spannungen. Sie führt zu elastischen Spannungsfeldern, beeinflusst Diffusion, Phasenumwandlungen und elektronische Eigenschaften und ist zentral für Mischkristallhärtung. Quantifiziert wird sie mittels Röntgen- oder Neutronenbeugung, hochauflösender TEM und Atomsondentomographie.
© 2026