Inversionsgrenzen sind spezielle planare Gitterfehlstellen in polaren oder ionischen Kristallen, bei denen die lokale Anordnung der Kationen- und Anionenuntergitter invertiert ist, sodass die Polarisationsrichtung abrupt wechselt. In der Materialwissenschaft beeinflussen sie Ladungsträgertransport, Domänenstruktur, Versetzungsbewegung und Phasenumwandlungen, etwa in Spinellen, Ferroelektrika oder wurtzitischen Halbleitern, und werden mittels TEM, Beugung und ab-initio-Berechnungen strukturell und energetisch charakterisiert.
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