Solutwechselwirkung beschreibt die wechselseitige Beeinflussung gelöster Atome (Legierungselemente) in einer Wirtsmatrix. Sie manifestiert sich in Bindungsenergien, kurzreichweitiger Ordnung, kooperativer Diffusion und Bildung komplexer Defekt- oder Clusterstrukturen. In der Werkstoffwissenschaft bestimmt sie Mischbarkeiten, Phasengleichgewichte, Ausscheidungskinetik, Lösungshärtung sowie Diffusions- und Korrosionseigenschaften. Quantitative Beschreibung erfolgt z.B. über thermodynamische Wechselwirkungsparameter und ab-initio-Berechnungen.
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