Oberflächenspannung ist die freie Energie pro Fläche einer Phasengrenze und resultiert aus anisotroper Bindungssituation von Atomen an der Oberfläche. In Flüssigkeiten bestimmt sie Benetzung, Tropfenbildung und Kapillareffekte, in Festkörpern beeinflusst sie Kornwachstum, Sinterdichte, Rissausbreitung und Partikelagglomeration. Kontrolle der Oberflächenspannung durch Legierung, Temperatur oder Grenzflächenmodifikation ist zentral für Beschichtungs- und Benetzungsprozesse.
© 2026