Methodischer Ansatz zur Erfassung von Art, Stärke und räumlicher Verteilung chemischer Bindungen in Festkörpern, Molekülen oder Grenzflächen. In der Werkstoffkunde verbindet er experimentelle Struktur- und Spektroskopiedaten mit elektronischer Strukturtheorie, um Bindungsordnung, Ladungstransfer, Hybridisierung, Koordinationsumgebung und Bindungsanisotropie zu quantifizieren. Ziel ist das Verständnis von Phasenstabilität, Reaktivität, mechanischen und elektronischen Eigenschaften.