Formgedächtnislegierungen

Formgedächtnislegierungen sind metallische Werkstoffe, die nach scheinbar plastischer Verformung ihre ursprüngliche Form durch thermisch oder mechanisch aktivierten Martensit–Austenit-Phasenumwandlungen zurückerlangen. Zentrale Effekte sind Formgedächtniseffekt (ein- und zweistufig) und Superelastizität. Die Funktion beruht auf diffusionslosen, reversiblen Scherumwandlungen. Typische Systeme sind NiTi-, Cu- und Fe-basierte Legierungen, eingesetzt in Aktoren, Dämpfern, Medizintechnik und adaptiven Strukturen.

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