In der Werkstofftechnik bezeichnet der Begriff Support bzw. Träger eine feste Phase, die andere funktionale Phasen mechanisch stabilisiert, dispergiert oder strukturell organisiert. Typische Beispiele sind Katalysatorträger (z.B. Al2O3, ZnO-Träger, Kohlenstoffträger), keramische Träger, Membranträger und Elektroden-Träger.
Zentrale Funktion von Trägern ist die Bereitstellung einer definierten Porenstruktur und einer hohen spezifischen Oberfläche zur Verteilung aktiver Komponenten (z.B. Katalysator-Nanopartikel, elektroaktive Phasen, selektive Schichten). Dies verbessert Stofftransport, Wärmeabfuhr und mechanische Integrität. Chemische Inertheit bzw. gezielte Wechselwirkungen (Säure-Base-Zentren, Defekte, Oberflächenfunktionen) bestimmen maßgeblich Aktivität, Selektivität und Stabilität des Gesamtsystems.
Keramische Träger zeichnen sich durch hohe Temperatur- und Korrosionsbeständigkeit aus und werden breit in Heterogenkatalyse und Abgasnachbehandlung eingesetzt. Kohlenstoffträger bieten elektrische Leitfähigkeit und werden u.a. in Elektroden und Elektrokatalyse genutzt. ZnO- und andere oxidische Träger erlauben gezielte elektronische und strukturelle Wechselwirkungen mit der aktiven Phase.
Die Auslegung von Supports umfasst Kontrolle von Porosität, Partikelgröße, Morphologie und Oberflächenchemie sowie die Kompatibilität mit Herstellprozessen (Imprägnierung, Beschichtung, Sintern). Fortgeschrittene Forschung adressiert hierarchische Trägerstrukturen, nanoskalige Architekturen und multifunktionale Supports, die gleichzeitig mechanische, chemische und elektronische Anforderungen erfüllen.
© 2026