
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder der DGM,
unsere diesjährige Hauptversammlung vom 5. bis zum 8. Juni steht kurz bevor. Das Programmheft ist Ihnen allen bereits zugegangen, und Sie werden sich damit sicher schon mehr oder weniger intensiv beschäftigt haben. Ihnen ist dabei gewiss aufgefallen, dass sich das Programmraster im Vergleich zu den vergangenen Jahresversammlungen in zwei wesentlichen Punkten geändert hat.
Die Fachvorträge beginnen bereits am Dienstag und nicht wie bisher am Mittwochmittag nach Pfingsten. Zudem sind die wichtigen gesellschaftlichen Programmpunkte, darunter die Festveranstaltung, die Mitgliederversammlung und der Gesellschaftsabend, auf einen einzigen Tag konzentriert, nämlich auf den Mittwoch, und nicht mehr über die gesamte Woche verteilt.
Mit diesen Maßnahmen, die geringfügige Anpassungen bei den Rahmenveranstaltungen, insbesondere bei den Betriebsbesichtigungen, erforderlich machen, soll sowohl den fachlichen als auch den gemeinschaftlichen Belangen unserer Gesellschaft besser Rechnung getragen werden. Einerseits wird das Angebot an Fachinformationen durch Vorträge und Poster deutlich erweitert. Andererseits erleichtert die Konzentration der zentralen gesellschaftlichen Ereignisse auf einen Tag die Zeitplanung für all jene, die nicht die gesamte Woche in Osnabrück verbringen können.
Ob und in welcher Weise diese Veränderungen angenommen werden, lässt sich erst nach der Tagung beurteilen. Ihre Rückmeldungen, um die ich Sie ausdrücklich bitten möchte, werden für eine fundierte Analyse von großem Wert sein.
Vorstand und Geschäftsführung blicken den kommenden Tagen mit Zuversicht entgegen. Bereits jetzt steht mit rund 260 angemeldeten Vorträgen und Postern ein Rekordergebnis fest. Noch nie zuvor war die Zahl der Fachbeiträge so hoch wie für die Hauptversammlung in Osnabrück. Diese Tatsache, zusammen mit einem differenzierten Rahmenprogramm, dürfte auch die bislang Unentschlossenen zur Teilnahme bewegen. Hinzu kommt die besondere Freude über die angekündigte Teilnahme von etwa 80 Kolleginnen und Kollegen aus der DDR, deren Anmeldungen bereits vorliegen.
In den vergangenen Wochen und Monaten haben zudem zahlreiche persönliche Begegnungen mit Kolleginnen und Kollegen aus der DDR stattgefunden. Diese Gespräche haben zu einem vertieften gegenseitigen Verständnis geführt. Über den Stand der Entwicklungen, soweit sie die DGM betreffen, wird in dieser Ausgabe ausführlich berichtet. Wir hoffen, dass der Meinungsaustausch in Osnabrück fortgesetzt wird und zu konkreten Ergebnissen führt.
Die Mitgliederversammlung, zu der Sie bereits im April eingeladen wurden und deren Tagesordnung Ihnen vorliegt, steht in diesem Jahr auch im Zeichen der Wahlen. Es sind der Vorsitzende sowie acht weitere Vorstandsmitglieder für die kommenden zwei Jahre zu wählen. Die vom Vorstand vorgeschlagenen Kandidatinnen und Kandidaten werden in dieser Ausgabe nochmals vorgestellt, ebenso ein Interview mit Prof. Breitschwerdt, unserem Kandidaten für den Vorstandsvorsitz. Die Vorschläge tragen sowohl dem traditionellen Spektrum unserer Gesellschaft als auch den erweiterten materialkundlichen Ambitionen Rechnung.
Sicherlich werden Sie auch den Geschäftsbericht mit Interesse zur Kenntnis nehmen. Er weist erstmals in der Geschichte der DGM einen Gesamtumsatz von über zwei Millionen DM aus und schließt mit einem Überschuss von 110.000 DM ab. Die zahlreichen Aktivitäten in den unterschiedlichen Arbeitsfeldern sowie die 250 Neueintritte seit der letzten Hauptversammlung, durch die die Zahl der persönlichen Mitglieder auf über 2.500 angewachsen ist, unterstreichen die Attraktivität unserer Gesellschaft.
Die diesjährige Hauptversammlung steht schließlich auch im Zeichen des Übergangs in der Geschäftsführung. Dr. Volker Schumacher, der die DGM nahezu zwei Jahrzehnte geprägt hat, hat die Geschäftsführung bereits zum 1. Februar dieses Jahres an Dr. Peter Paul Schepp übergeben. Am 1. Juli 1990 wird Dr. Schumacher in den Ruhestand treten. Ihm gilt unser besonderer Dank, den wir kaum besser zum Ausdruck bringen können als durch unsere Teilnahme an der Hauptversammlung in Osnabrück, seiner letzten, die er wie stets mit Umsicht und großem Engagement vorbereitet hat.
Ihr
Günter Petzow
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