Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS
Additive Fertigung bietet unzählige Freiheitsgrade bei der geometrischen Gestaltung von Bauteilen. Können diese Fertigungsverfahren zusätzlich zur Kombination von Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften genutzt werden, so kommen weitere Freiheitsgrade bei der Multifunktionalisierung dieser Komponenten hinzu. Die meisten der bisher auf dem Markt befindlichen Anlagen sind jedoch nur für Einzelmaterialanwendungen geeignet. Im Bereich der keramischen Bauteile ist die Situation wesentlich komplizierter, da additive Fertigung der Keramik, wie von allen anderen konventionellen keramischen Formgebungsverfahren bekannt, Pulvertechnologie bedeutet. Nach dem Formgebungsprozess, egal ob additiv oder konventionell, müssen sogenannte keramische Grünteile entbindert und gesintert werden, um ihre endgültigen gewünschten Eigenschaften zu erhalten. Diese thermischen Behandlungsschritte verkomplizieren die Verarbeitungskette und können als Hauptgrund dafür angesehen werden, dass die additive Fertigung von Keramik in der Marktdurchdringung hinter Verfahren für Metalle oder Polymere zurückliegt. Diese Problematik wird noch komplexer, wenn zwei keramische Werkstoffe miteinander oder eine keramische mit einer metallischen Komponente kombiniert werden sollen, um Bauteile mit multifunktionalen Eigenschaften zu erzielen.
Abstract
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