Faserbruch bezeichnet das Versagen einzelner Verstärkungs- oder Strukturfasern unter Zug-, Biege- oder Ermüdungsbelastung, wenn die lokale Spannungsintensität die Festigkeit der Faser überschreitet. In Faserverbunden führt er zum abrupten Lastabfall, zur Schädigung der Lastübertragung und oft zur Initiierung weiterer Matrix- oder Grenzflächenversagen. Das Bruchbild hängt von Faserorientierung, Defektpopulation, Oberflächenzustand und Verbundanbindung ab.