Topotaxis bezeichnet die orientierte Kopplung der Kristallstruktur eines neu gebildeten Festkörpers an die des Ausgangs- oder Substratgitters während einer Phasenumwandlung oder Abscheidung. Dabei werden bestimmte Gitterrichtungen oder -ebenen übernommen, obwohl sich Zusammensetzung und Symmetrie ändern können. Entscheidend sind strukturelle Kompatibilität, geringe Fehlanpassung und eine gerichtete Umordnung über eine feste Grenzfläche.