Die Gewebezüchtung ist ein interdisziplinäres Forschungsfeld, das Prinzipien aus Biologie, Ingenieurwissenschaften und Materialforschung kombiniert, um funktionelle Ersatzstoffe für erkrankte oder beschädigte Gewebe zu entwickeln. Dieser innovative Ansatz nutzt Zellen, biologisch abbaubare Materialien und Wachstumsfaktoren, um ein unterstützendes Umfeld zu schaffen, in dem neues Gewebe regenerieren und sich in den Organismus integrieren kann.
Ein zentraler Aspekt der Gewebezüchtung ist die Entwicklung von Gerüststrukturen, also dreidimensionalen Trägermaterialien, die als Basis für die Zellanhaftung, -vermehrung und -differenzierung dienen. Verschiedene Herstellungsverfahren, die von traditionellen Techniken bis hin zu modernstem 3D-Bioprinting reichen, ermöglichen die passgenaue Gestaltung dieser Scaffolds für spezifische klinische Anwendungen.
Insbesondere in der Knochengewebetechnik und Knochengewebezüchtung werden vergleichbare Methoden eingesetzt, um Knochenstrukturen zu regenerieren und rekonstruieren. Hierbei ist die Optimierung der mechanischen und biologischen Eigenschaften der Gerüste von entscheidender Bedeutung, um die Stabilität und Funktionalität des neugebildeten Gewebes langfristig zu gewährleisten. Fortschritte in der Gewebezüchtung eröffnen neue Perspektiven in der regenerativen Medizin und bieten vielversprechende Alternativen zu herkömmlichen Transplantationsverfahren.
© 2026