
Liebe Leserinnen und Leser,
eigentlich ist es eine Binsenweisheit. Sowohl der Erfolg der deutschen Industrie als auch der Erfolg Deutschlands als Wirtschaftsstandort insgesamt, und damit auch unser privater Wohlstand, hängen maßgeblich von der Innovationskraft der heimischen Ingenieurwissenschaften ab. Wenn Flugzeuge auf dem globalen Markt immer größer und zugleich leichter werden, Automobile immer sicherer und effizienter, Computer und Telefone immer kleiner und leistungsfähiger, dann ist dies ohne neue und stetig verbesserte Materialien und Werkstoffe nicht möglich. Insbesondere in den Bereichen Energie und Klimaschutz, Elektromobilität, Umweltschutz und Gesundheit kommt den Entwicklungen der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik heute eine Bedeutung zu, die kaum zu überschätzen ist.
Dennoch finden die bahnbrechenden Ergebnisse und Erkenntnisse unseres Fachgebiets häufig noch keinen ausreichenden Weg in die Anwendung oder in die Öffentlichkeit. Der Erkenntnistransfer von der Wissenschaft in die Industrie stockt vielerorts, und auch der Informationstransfer von der Wissenschaft in die Medienlandschaft aus Presse, Rundfunk und Fernsehen gelingt noch zu selten.
Auch wenn die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde, DGM, mit ihren Fachausschüssen sowie mit interdisziplinären Veranstaltungs- und Fortbildungsreihen seit Jahren erfolgreich daran arbeitet, diesen Missstand zu beheben und Vertreterinnen und Vertreter aus Hochschulen und Unternehmen miteinander ins Gespräch zu bringen, braucht es immer wieder neue Wege. Ziel ist es, Wissen über neue Materialien und Werkstoffe aus den Forschungslaboren in die Produktionsanlagen der Unternehmen ebenso wie in Zeitungen, Zeitschriften, Hörfunkbeiträge oder Fernsehformate zu tragen. Einen solchen neuen Weg möchte unser Magazin DGM DIALOG beschreiten.
Zweifellos gibt es in Deutschland keinen Mangel an Publikationen zur Materialwissenschaft und Werkstofftechnik. Es handelt sich dabei jedoch meist um Fachzeitschriften, deren Leserschaft überwiegend aus der Wissenschaft stammt und die selbst interessierte Technikerinnen und Techniker häufig nicht mehr erreicht. DGM DIALOG versteht sich demgegenüber ausdrücklich nicht als Fach- oder Verbandsmagazin. Vielmehr werden neueste Forschungsergebnisse in allgemein verständlicher Form in aktuellen Übersichtsartikeln präsentiert. Über die Themenblöcke Forschung, Kompetenz und Karriere wird zudem gezielt der wissenschaftliche und technische Nachwuchs angesprochen.
Neu ist vor allem der Anspruch, mit DGM DIALOG ein Magazin zu etablieren, das die innovativsten Forschungsergebnisse aus den unterschiedlichsten Bereichen der DGM nicht nur unseren Mitgliedern, insbesondere aus der Industrie, sondern auch der interessierten Öffentlichkeit sowie Wissenschaftsjournalistinnen und Wissenschaftsjournalisten transparent zugänglich macht. Ich bin überzeugt, dass uns dies gelungen ist.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Freude bei der Lektüre.
Ihr
Dr.-Ing. Frank O. R. Fischer
Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der DGM
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