Der Begriff Tailoring beschreibt in der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik die gezielte Anpassung und Optimierung von Werkstoffeigenschaften an spezifische Anwendungsfälle. Durch verschiedene Verfahren können Wissenschaftler und Ingenieure sowohl die Mikrostruktur als auch die Leistungsmerkmale von Materialien modifizieren, um den besonderen Anforderungen moderner Technologien gerecht zu werden. Dieser Ansatz steht in engem Zusammenhang mit dem mechanischen Tailoring, bei dem durch präzise Steuerung von Parametern wie Korngröße, Phasendispersion und Defektdichte das mechanische Verhalten eines Materials angepasst wird. Zudem spielt die Eigenschaftsanpassung eine wesentliche Rolle, um physikalische, thermische und chemische Eigenschaften feinabzustimmen.
Moderne Ansätze in der Werkstofftechnik umfassen auch das 3D-Tailoring, welches die räumliche Steuerung von Materialeigenschaften ermöglicht. Dies ist insbesondere in der Herstellung von Verbundwerkstoffen und im additiven Fertigungsprozess von Bedeutung, wo die individuelle Anpassung der inneren Struktur zu signifikanten Verbesserungen in Festigkeit, Lebensdauer und Funktionalität führen kann. Durch das Beherrschen dieser Tailoring-Prozesse können innovative, leistungsstarke Komponenten entwickelt werden, die den hohen Anforderungen der heutigen technologischen Anwendungen gerecht werden.
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